Verein für moderne Musik Ulm Neu-Ulm e. V.

   Konzertreihe 2019:
   “Strings”

   Nächstes Konzert:
   Erik Friedlander
   Mi 10. April, 20 h, Stadthaus Ulm

“Strings” – unter diesem Titel stehen die Konzerte des Vereins für moderne Musik Ulm / Neu-Ulm im Jahr 2019. Präsentiert werden Saiteninstrumente – im Mittelpunkt steht vor allem die zeitgenössische Jazzgitarre, interpretiert von so herausragenden Musikern wir Bill Frisell, Nguyên Lê oder Julian Lage. Aber auch andere Saiteninstrumente vom Cello bis zur Langhalslaute Theorbe werden vorgestellt – gespielt von exquisiten Vertretern aktueller improvisierter Musik!


Montag, 25. Februar, 20 h, Stadthaus Ulm
Bill Frisell Trio
Bill Frisell, git – Tony Scherr, b – Kenny Wollesen, dr

Er zählt zu den ganz Großen der zetigenössischen Jazzgitarrre: Bill Frisell. Seit mehr als drei Jahrzehnten gilt Frisell neben John Scofield und Pat Metheny als einer der prägenden Musiker auf seinem Instrument. Was Frisells Suche in abgelegenen Ecken so interessant macht, ist sein Talent, alte Substanzen zu entschlacken und auf den Punkt zu bringen. Er rückte Ives, Copland, Dylan und Madonna auf den Pelz – lange hatte er es mit amerikanischen Roots und kürzlich zerlegte er Surfgitarrensound. Ins Stadthaus bringt er mit Bassist Tony Scherr und Schlagzeuger Kenny Wollesen nach den eigenen Worten von Frisell die flexibelste und spontanste Gruppe mit, mit der er derzeit zusammenarbeitet. Mit ihnen habe er den Luxus, alles spielen zu können, was im gerade in den Sinn kommt. „Die beiden inspirieren mich und fordern mich jedes Mal neu heraus, wenn wir zusammen spielen“, so Frisell.

| Bilder vom Konzert im Stadthaus Ulm |


Montag, 11. März, 20 h, Stadthaus Ulm
Nguyên Lê “Streams”
Nguyên Lê, git – Illya Amar, vibes – Chris Jennings, b – John Hadfield, dr, perc.

„Niemand spielt Gitarre wie er“, schrieb die FAZ über Nguyên Lê, der einer der vielseitigsten, markantesten und unabhängigsten Gitarristen des Jazz-Kosmos ist. Der Franzose mit vietnamesischen Wurzeln geht in seinem Spiel weit über die Grenzen der Jazzmusik hinaus und ist geprägt von den verschiedensten Einflüssen wie asiatischer Musik, Modern Jazz, Fusion oder klassischem Rock. Mit seinem Streams Quartet widmet er sich neuen Klängen, die in alten Kulturen verwurzelt sind und erforscht dabei die vielfältigen Dimensionen der Fusion von Jazz und indigener Musik als fruchtbarem Boden für Komposition und Improvisation. Illya Amar zählt zu den interessantesten jüngeren Vibrafonisten, der mit Jazz genauso vertraut ist wie mit Klassik. Chris Jennings, der am akustischen Bass einzigartig stabile Grooves liefert, lässt jede Basslinie kunstvoll klingen. Der amerikanische Schlagzeuger John Hadfield schließlich verspürt eine tiefe Verbundenheit zu Urtraditionen verschiedener Kulturen. Er reiste nach Indien, Peru, in die Mongolei, den Nahen Osten und nach Indonesien, um sich intensiv mit den Rhythmen und Instrumenten dieser Kulturen zu beschäftigen. „Die weitreichenden ethnisch-musikalischen Erfahrungen und Kenntnisse meiner Kollegen sorgen dafür, dass sie meine Musik sofort verstehen“ (Nguyên Lê).

| Bilder vom Konzert im Stadthaus Ulm |


Mittwoch, 10. April, 20 h, Stadthaus Ulm
Erik Friedlander “Throw a Glass”
Erik Friedlander, cello – Uri Caine, p – Mark Helias, b – Ches Smith, dr

Eric Friedlander (Foto: Angelo Merendino) - Jazz in Ulm, „Strings“, Verein für moderne Musik Ulm/Neu-Ulm, 2019, Stadthaus Ulm
Erik Friedlander, cello (Foto: Angelo Merendino)

“After the first glass, you see things as you wish they were. After the second, you see them as they are not. Finally you see things as they really are, and that is the most horrible thing in the world.” — Oscar Wilde
 
Picassos mysteriöse Absinthglas-Skulpturen aus dem New Yorker MoMA inspirierten den Cellisten Erik Friedlander zu seinem jüngsten Projekt “Artemisia”. Zusammen mit seinem neuen, hochkarätig besetzten Quartett “Throw a Glass”, bestehend aus Uri Caine (piano), Mark Helias (bass) und Ches Smith (drums), vertont der amerikanische Cellist die wechselhaften Zustände des Berauscht-Seins durch die „grüne Fee“. Friedlanders Kompositionen fordern dabei nichts, sie untermalen das Kopfkino wie Programmmusik: Laufend ändert sie ihre Perspektive, pendelt zwischen Bitterkeit, Zufriedenheit und Ausgelassenheit und sickert unbemerkt immer tiefer in die Gehörgänge. Die noble Blässe von Friedlanders Celloklang sorgt dafür, dass sie dabei nie über die Stränge schlägt. Uri Caine mimt den perfekten Partner von Friedlander, sein Piano tröpfelt, perlt, donnert und blitzt. Smith und Helias agieren als dunkle Gegenspieler: sie lenken die Atmosphäre des Sounds in neue Richtungen, treiben an oder verzerren.

Eintritt: 30 / 25 Euro (erm.) zzgl. VVK-Gebühr

Kartenreservierung: info(at)verein-fuer-moderne-musik.de oder Tel. 0731-610750
Kartenvorverkauf: Stadthaus Ulm, Münsterplatz – Katalogstand 3.OG und ulmtickets – ServiceCenter Neue Mitte, Neue Straße 79 / www.ulmtickets.de


Dienstag, 2. Juli, 20 h, Stadthaus Ulm
Julian Lage Trio
Julian Lage, git – Jorge Schroeder, b – Kenny Wollesen, dr

Julian Lage (Foto: Nathan West) - Jazz in Ulm, „Strings“, Verein für moderne Musik Ulm/Neu-Ulm, 2019, Stadthaus Ulm
Julian Lage, git (Foto: Nathan West)

Der Gitarrist Julian Lage galt als musikalisches Wunderkind: Bereits mit sechs Jahren trat der 1987 in San Francisco geborene, inzwischen in New York lebende Lage öffentlich auf, mit acht Jahren jammte er mit Carlos Santana und wurde in dem Oscar-nominierten Dokumentarfilm »Jules at Eight« porträtiert. Seitdem hat er mit Größen wie Vibraphon-Innovator Gary Burton (in dessen »Next-Generation-Band« er mehrere Jahre mitwirkte), mit Avantgarde-Gitarrist Nels Cline, Charles Lloyd oder Herbie Hancock gespielt. In der Gitarristenlegende Jim Hall, mit dessen Spiel er die ausgesprochene Sanglichkeit teilt, fand er seinen Mentor. Heute gilt Julian Lage als der vielversprechendste und stilprägendste Jazzgitarrist seiner Generation. Dabei schlägt sich Lages Können niemals in der Zur-Schau-Stellung spektakulärer Technik auf seinem Instrument nieder. Viel wichtiger ist ihm der emotionale Gehalt seiner Musik – ein Ausnahmetalent eben! In Jorge Roeder und Kenny Wollesen hat er langjährige Mitstreiter, die seiner musikalischen Fabulierlust stets die passende Grundierung verleihen.

Eintritt: 30 / 25 Euro (erm.) zzgl. VVK-Gebühr

Kartenreservierung: info(at)verein-fuer-moderne-musik.de oder Tel. 0731-610750
Kartenvorverkauf: Stadthaus Ulm, Münsterplatz – Katalogstand 3.OG und ulmtickets – ServiceCenter Neue Mitte, Neue Straße 79 / www.ulmtickets.de






2019|03|17 Änderungen vorbehalten!

Verein für moderne Musik Ulm / Neu-Ulm e.V.
in Zusammenarbeit mit dem Stadthaus Ulm.
gefördert durch: Stadt Ulm – Kulturabteilung, Stadthaus Ulm, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, BR Klassik, Cafe Restaurant Stadthaus, Südwestmetall, Noerpel
Programm und Konzeption: Dr. Raimund Kast


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